Lauterbrunnental: Sehenswürdigkeiten, Parken und Tipps

Das Lauterbrunnental ist ein tief eingeschnittenes Trogtal im Berner Oberland, rund 20 Minuten südlich von Interlaken. Über seine senkrechten Felswände stürzen 72 Wasserfälle auf grüne Wiesen. Am Taleingang liegt das Dorf Lauterbrunnen, dahinter folgen der Staubbachfall, die Trümmelbachfälle im Berginnern, Stechelberg am Ende der Strasse und hoch oben auf den Felsterrassen die autofreien Dörfer Mürren und Gimmelwald, über allem das Schilthorn. Wir waren im Juli 2026 an zwei Tagen im Tal, immer mit unserem Hund Miley: am 6. Juli im Dorf und unten im Talboden, am 9. Juli am Schilthorn, mit Lauterbrunnen am Morgen und Stechelberg am Abend. Hier findest du alle Sehenswürdigkeiten in Lauterbrunnen und im Tal, Tipps zum Parken, zu Zug und Postauto und fertige Pläne für einen, zwei oder drei Tage.

Lauterbrunnental auf einen Blick

Lage Berner Oberland, rund 20 Minuten südlich von Interlaken
Höhe Dorf Lauterbrunnen 795 m, Mürren 1.638 m, Schilthorn 2.970 m
Bekannt für 72 Wasserfälle, Staubbachfall (297 m), Trümmelbachfälle, autofreie Dörfer Mürren und Wengen
Zug Interlaken Ost bis Lauterbrunnen in rund 22 Minuten, alle 30 Minuten
Postauto Linie 141 Lauterbrunnen bis Stechelberg, 12 Minuten, alle 30 Minuten
Parken Parkhaus Lauterbrunnen, 974 Plätze, CHF 18 für 8 Stunden (ca. 19 €)
Gratis Staubbachfall, Talwanderung, das Dorf selbst
Hunde Willkommen auf Wegen, im Postauto und in der Schilthornbahn; in den Trümmelbachfällen verboten
Zeitbedarf Mindestens ein ganzer Tag, zwei bis drei Tage mit Mürren und Schilthorn

Stand Oktober 2026: jungfrau.ch, lauterbrunnen.swiss, truemmelbachfaelle.ch und offizieller Fahrplan. Euro gerechnet mit 1 CHF = 1,08 €.

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Ab Interlaken: Geführte Tour nach Grindelwald und Lauterbrunnen

7 Stunden, optional 30 Minuten Spaziergang am Staubbachfall

ab etwa 86 € (Okt. 2026)
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Interlaken: E-Bike-Tour durchs Tal der 72 Wasserfälle

6 Stunden per E-Bike, Halt am Staubbach, Eintritt Trümmelbach inklusive

ab etwa 266 € (Okt. 2026)
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Das Lauterbrunnental kurz erklärt

Das Lauterbrunnental ist ein schmales Gletschertal, das vom Dorf Lauterbrunnen nach Süden bis Stechelberg reicht und hinten von den Gletschern des Breithorns und des Jungfraumassivs abgeschlossen wird. Die fast senkrechten Kalkwände und die Wasserfälle, die von ihnen herabstürzen, machen es zu einem der meistfotografierten Täler der Alpen.

Lauterbrunnen Tourismus nennt es das „Tal der 72 Wasserfälle“, und die Jungfrau Region verwendet dieselbe Zahl. Eine offizielle Liste gibt es allerdings nicht, und auf einer Seite der Gemeinde ist sogar von 71 die Rede. Nimm die Zahl also als liebevollen Beinamen, nicht als Zählung. Vor Ort zählt etwas anderes: Fast überall, wohin du schaust, fällt Wasser über die Felsen. Daher soll auch der Ortsname kommen. „Lauter Brunnen“ heisst so viel wie „nichts als Quellen“.

Der Talboden liegt auf rund 800 Metern, die Terrassen links und rechts steigen auf über 1.600 Meter an. Auf der westlichen Terrasse liegen Mürren und Gimmelwald, auf der östlichen Wengen. Keines der drei Dörfer erreichst du mit dem Auto. Politisch bilden Lauterbrunnen, Wengen, Mürren, Gimmelwald, Stechelberg und Isenfluh eine einzige Gemeinde. Das ganze Tal gehört zum UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch, das seit 2001 geschützt ist. Das braune UNESCO-Schild haben wir direkt im Dorf an einem Wegweiser entdeckt.

Lauterbrunnental vom Weg oberhalb des Dorfes: grüne Wiesen, verstreute Chalets und die lange Felswand unter blauem Himmel
Der Blick, der das Tal erklärt, am 6. Juli um 14:30 Uhr: flacher Talboden, verstreute Häuser und links wie rechts eine Wand aus Fels.

Orientierung ist hier einfach, denn alles liegt an einer Strasse und an einem Fluss, der Weissen Lütschine. Von Norden nach Süden kommst du am Dorf Lauterbrunnen mit Bahnhof und grossem Parkhaus vorbei, am Staubbachfall direkt hinter den Häusern, an den Campingplätzen, rund 3 Kilometer weiter an den Trümmelbachfällen und schliesslich in Stechelberg an der Schilthornbahn. Mürren und Gimmelwald hängen über der westlichen Felswand, Wengen am Hang gegenüber. Wer diese eine Linie im Kopf hat, plant das Lauterbrunnental in fünf Minuten.

Als wir am Nachmittag des 6. Juli durch den Talboden nach Süden spazierten, sahen wir in einem einzigen Blick mindestens fünf Bäche über die westliche Wand stürzen. Die meisten sind dünne Bänder, die auf halber Höhe zu Nebel werden. Im Frühsommer nach der Schneeschmelze sind es deutlich mehr, im Spätsommer verschwinden manche ganz. Der höchste ist der Mürrenbachfall bei Stechelberg: Die Jungfrau Region gibt ihn mit 417 Metern an, verteilt auf mehrere Stufen.

Zwei dünne Wasserfälle an der Kalkwand des Lauterbrunnentals über einem grünen Waldstreifen
Zwei der vielen Wasserfälle an der Westwand, fotografiert vom Talboden südlich des Dorfes.

Das Dorf Lauterbrunnen: Sehenswürdigkeiten und Rundgang

Das Dorf Lauterbrunnen ist die Drehscheibe des Tals: eine einzige Hauptstrasse mit Holzchalets, Hotels, Cafés und kleinen Läden, der Bahnhof am Nordende, der Staubbachfall am Südende. Für das Dorf selbst reichen ein bis zwei Stunden. Die eigentlichen Sehenswürdigkeiten von Lauterbrunnen sind die Wege und Ausflüge, die hier beginnen.

Wir kamen am 6. Juli kurz vor 11:30 Uhr an, nach einem Vormittag bei den Trümmelbachfällen. Von Norden fährst du an alten Bauernhäusern und grossen Chalets mit Blumenkästen vorbei, dann bist du schon im Zentrum. Der erste sinnvolle Halt ist das Tourist Center am Stutzli 460 beim Bahnhof. Dort haben wir eine kostenlose, gezeichnete Talkarte mitgenommen, auf der alle Dörfer, Bahnen und Gehzeiten auf einem Blatt stehen. An diesem Tag war sie nützlicher als jede App.

Vom Bahnhof führt die Hauptstrasse nach Süden durchs Dorf. Links und rechts stehen alte Holzchalets mit Geranien an den Balkonen, ein paar ehrwürdige Hotels, Sportgeschäfte, Souvenirläden und Restaurants mit Terrassen. Über der Strasse hängen Schweizer Fahnen und die Berner Fahne mit dem Bären. Hinter den Dächern rechts siehst du fast von überall den Staubbachfall, deshalb gehört diese Strasse zu den meistfotografierten der Schweiz. Mittags war es voll: Reisegruppen liefen mitten auf der Fahrbahn, Autos quetschten sich vorbei, die Terrassen waren besetzt. Als wir am Abend des 9. Juli durchfuhren, war es deutlich ruhiger.

Hauptstrasse von Lauterbrunnen mit Holzchalets, Markisen, Schweizer Fahne und Berner Fahne
Die Hauptstrasse um 12:14 Uhr: Holzchalets, Läden und die Fahnen der Schweiz und des Kantons Bern.

Am Südende der Hauptstrasse steht die weisse Dorfkirche, dahinter liegt die Wiese unter dem Staubbachfall. Wir waren kurz drin: schlichter Innenraum mit Holzbänken, Holzdecke und Orgel, ein ruhiger Ort mitten im Trubel. Vor der Kirche steht die alte Lötscherglocke, die laut Lauterbrunnen Tourismus aus dem 15. Jahrhundert stammt. Kirche mit Wasserfall dahinter ist das klassische Postkartenmotiv von Lauterbrunnen. Rechne also damit, dass du den Platz mit anderen Fotografen teilst.

Den besten Überblick bekommst du auf dem Weg, der am Südende des Dorfes Richtung Staubbach-Galerie und weiter den Hang hinaufführt. Nach ein paar Minuten gehst du durch einen kurzen Wellblechtunnel voller Aufkleber, danach öffnet sich der Wald. Von dort oben liegt dir das ganze Dorf zu Füssen: Kirche, Chalets, Wiesen und das Tal, das sich nach Norden Richtung Interlaken öffnet. Wir standen um 14:19 Uhr dort oben und sind viel länger geblieben als geplant.

Dorf Lauterbrunnen vom Hang oberhalb, mit Kirche, Chalets, Wiesen und der Felswand im Hintergrund
Lauterbrunnen vom Weg oberhalb des Dorfes. Die Kirche steht in der Mitte, das Tal öffnet sich Richtung Interlaken.

Staubbachfall

Der Staubbachfall ist der 297 Meter hohe Wasserfall direkt hinter dem Dorf Lauterbrunnen, und er kostet keinen Eintritt. Laut Jungfrau Region ist er der höchste frei fallende Wasserfall der Schweiz. Du siehst ihn schon von der Hauptstrasse aus, im Sommer führt ein Weg bis an seinen Fuss und zu einer Galerie im Fels neben dem fallenden Wasser.

Der Name passt: Bevor das Wasser unten ankommt, zerstäubt der Wind einen grossen Teil davon zu feinem Sprühnebel, der über die Wiese treibt. Goethe sah den Fall 1779 und schrieb darüber den „Gesang der Geister über den Wassern“. Eine Gedenktafel mit dem Gedicht erinnert daran.

Am 6. Juli führte der Staubbach viel Wasser, und der Sprühnebel reichte weit über die Wiese. Der Weg zur Galerie ist kurz, aber steil, und am frühen Nachmittag war oben einiges los. Unser Tipp: Schau dir den Staubbach zweimal an. Einmal mittags vom Dorf aus und einmal am Abend, wenn die Sonne die Wand anstrahlt und die Busse weg sind. Am 9. Juli fuhren wir gegen 19:50 Uhr durch Lauterbrunnen zurück, und im weichen Abendlicht sah der Fall völlig anders aus.

Weg, Saison der Galerie und die besten Fotospots stehen in unserem Reiseführer zum Staubbachfall.

Staubbachfall stürzt hinter einem Chaletdach die Felswand hinunter, davor eine Schweizer Fahne und eine Gemeindefahne über der Strasse
Der Staubbachfall über den Dächern der Hauptstrasse, um 12:16 Uhr.

Trümmelbachfälle

Die Trümmelbachfälle sind zehn Gletscherwasserfälle im Innern des Berges, rund 3 Kilometer südlich des Dorfes, erschlossen durch einen Tunnellift und beleuchtete Wege und Treppen. Sie sind von Anfang April bis Anfang November geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene CHF 18 (ca. 19 €), für Kinder von 6 bis 15 Jahren CHF 8 (ca. 9 €).

Einzigartig ist die Wucht: Der Trümmelbach entwässert die Gletscherwände von Eiger, Mönch und Jungfrau, im Sommer donnern bis zu 20.000 Liter pro Sekunde durch die Schlucht, die sich das Wasser in den Fels gefräst hat. Du gehst direkt daneben, teilweise so nah, dass dich die Gischt nass macht. Der Name beschreibt übrigens den Klang und nicht das Bild: Trümmelbach heisst Trommelbach.

Wir waren am 6. Juli als Erstes dort und standen um 9:20 Uhr auf dem kleinen Parkplatz. Der ist nur für Besucher und auf zwei Stunden begrenzt, was für den Besuch genau reicht. Der frühe Start hat sich gelohnt, in der Schlucht war es noch ruhig. Zwei Dinge musst du vorher wissen: Hunde und Kinder unter 4 Jahren haben keinen Zutritt, und die Wege sind nass und rutschig. Trag Schuhe mit gutem Profil und nimm eine leichte Jacke mit.

Die Öffnungszeiten sind 9 bis 17 Uhr, im Juli und August 8:30 bis 18 Uhr. Mit dem Postauto 141 bist du vom Bahnhof Lauterbrunnen in 7 Minuten an der Haltestelle Trümmelbachfälle. Den Weg durch die Schlucht und unsere Fotos aus dem Berginnern findest du in unserem Reiseführer zu den Trümmelbachfällen.

Blick vom Weg bei den Trümmelbachfällen über den Talboden des Lauterbrunnentals auf Häuser und die gegenüberliegende Felswand
Vom Weg bei den Trümmelbachfällen schaust du über den Talboden, hier um 9:45 Uhr.

Mürren und Gimmelwald

Mürren ist ein autofreies Bergdorf auf 1.638 Metern, auf der Terrasse über der westlichen Felswand, mit direktem Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Von Lauterbrunnen kommst du mit der Seilbahn nach Grütschalp und dem kleinen Zug entlang der Felskante hinauf, insgesamt rund 18 Minuten. Von Stechelberg aus bringt dich die neue Direktbahn in etwa vier Minuten nach oben.

Oben fühlt sich das Tal ganz anders an. Es gibt keine Autos, die alten Holzchalets stehen an schmalen Gassen, an einem haben wir die Jahreszahl 1545 an der Fassade entdeckt. Im Sommer blühen rund ums Dorf die Wiesen. Wir haben den Abend des 9. Juli nach dem Schilthorn dort verbracht und sind zwischen 17:50 und 19 Uhr durchs Dorf gelaufen. Die meisten Tagesgäste waren schon weg, das Licht wurde golden, und wir haben auf einer Terrasse über dem Tal gegessen. Wenn du nur Zeit für eines der Dörfer auf der Felsterrasse hast, nimm Mürren.

Gimmelwald ist der kleinere, stillere Nachbar, ein Bauerndorf weiter unten auf derselben Terrasse. Es ist die Zwischenstation der alten Seilbahn von Stechelberg nach Mürren, die neben der neuen Direktbahn weiterfährt, du kannst dort also aussteigen. Viele wandern von Mürren durch die Wiesen nach Gimmelwald und fahren von dort mit der Bahn hinunter nach Stechelberg. Wir sind nur in der Kabine an Gimmelwald vorbeigeschwebt, mehr steht in unserem Beitrag über Gimmelwald.

Wie du am besten hinaufkommst, die schönsten Wege im Dorf und unseren Abend dort findest du im Reiseführer Mürren.

Alte Holzchalets und eine Restaurantterrasse mit gelben Sonnenschirmen im autofreien Mürren, Felsgipfel im Hintergrund
Mürren am 9. Juli um 18:19 Uhr: alte Chalets, eine Terrasse in der Abendsonne und kein einziges Auto.

Schilthorn

Das Schilthorn ist der 2.970 Meter hohe Gipfel über Mürren. Ab Stechelberg bist du mit der Seilbahn in rund 24 Minuten oben, und von dort hast du den besten Blick der Region auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Das Retourbillett ab Stechelberg kostet 2026 für Erwachsene CHF 115 (ca. 124 €), mit dem Swiss Travel Pass CHF 45.70, mit dem Berner Oberland Pass nichts.

Vom Talboden aus siehst du das Schilthorn kaum, von oben schaust du dafür senkrecht ins Lauterbrunnental und hinüber zu den drei berühmten Gipfeln. Die Gipfelstation heisst Piz Gloria, nach dem James-Bond-Film „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“, der hier 1968 gedreht wurde. Oben warten ein Drehrestaurant, die Bond-Ausstellung und ein Gratweg, auf der Zwischenstation Birg zwei kostenlose Felsenwege, der Skyline Walk und der Thrill Walk.

Autor Alexander Haselhoff am Grauseeli unterhalb der Birg, die verschneiten Gipfel spiegeln sich im Bergsee
Ich am Grauseeli unterhalb der Birg, 9. Juli 2026, 16:19 Uhr, kurz vor dem Rückweg zur Station.

Die neue Bahn von Stechelberg nach Mürren ist seit Dezember 2024 in Betrieb und mit 159,4 Prozent Steigung die steilste Seilbahn der Welt. Wir sind am 9. Juli gegen 10 Uhr eingestiegen, die Halle war da schon gut gefüllt. Beim nächsten Mal starten wir ein bis zwei Stunden früher. Oben hatten wir um 10:40 Uhr klare Sicht, ab 10:55 Uhr dichte Wolken und ab 13 Uhr wieder perfekte Sicht. Das ist typisch für den Sommer: früh los und Zeit mitbringen.

Preise, Fahrzeiten, Pässe und unseren Tag Stunde für Stunde liest du in unserem Schilthorn-Reiseführer.

Eiger, Mönch und Jungfrau vom Schilthorn aus an einem klaren Juli-Nachmittag
Vom Schilthorn stehen Eiger, Mönch und Jungfrau nebeneinander, hier am 9. Juli um 13:39 Uhr.

Stechelberg, Mürrenbachfall und die Basejumper

Stechelberg ist das letzte Dorf am Ende der Talstrasse, 12 Minuten mit dem Postauto südlich von Lauterbrunnen, und die Talstation der Schilthornbahn. Hier gibt es ein grosses Parkhaus, ein paar Häuser, Campingplätze und Wanderwege, und das Dorf liegt direkt unter dem Mürrenbachfall.

Als wir am 9. Juli gegen 19:20 Uhr aus Mürren herunterkamen, glitt die Kabine im goldenen Abendlicht an der Felswand entlang und fuhr durch das offene Dach in die Talstation ein. Auf dem Weg zum Auto schauten wir nach oben und sahen, wie sich hoch über uns eine winzige Gestalt von der Kante löste. Ein paar Sekunden später ging ein Schirm auf und schwebte über den Talboden. Das Lauterbrunnental ist eines der bekanntesten Basejump-Gebiete der Welt. Laut inoffiziellen Zahlen, die Schweizer Medien zitieren, waren es 2016 rund 20.000 Sprünge im Jahr. Basejumpen ist in der Schweiz nicht verboten. Die Swiss Base Association legt die Absprungstellen mit den Behörden fest, und vor jedem Sprung müssen die Springer bei der Rettungsflugwacht nachfragen, ob der Luftraum frei ist. Für dich als Gast ist das ein Schauspiel zum Zuschauen, mehr nicht. Ungefährlich ist der Sport nicht: Dieselben Berichte zählen seit 1981 über 100 tödliche Unfälle in der Schweiz, die meisten davon in diesem Tal.

Den Mürrenbachfall siehst du gut vom Parkplatz an der Talstation. Er kommt in mehreren Stufen von der Terrasse von Mürren herunter und ist nach der Schneeschmelze und nach Sommergewittern am eindrücklichsten. In Stechelberg beginnen auch die Wanderungen ins stille hintere Tal Richtung Schmadribachfall, die wir selbst noch nicht gemacht haben.

Mürrenbachfall stürzt in mehreren Stufen über die Felswand oberhalb von Stechelberg am Abend
Der Mürrenbachfall über Stechelberg um 19:28 Uhr, kurz nachdem wir aus Mürren zurück waren.

Zu Fuss durch den Talboden

Am einfachsten erlebst du das Lauterbrunnental zu Fuss auf dem flachen Talweg zwischen Lauterbrunnen und Stechelberg. Der markierte Weg folgt dem Fluss durch Wiesen und an Heuschobern vorbei, ist für fast alle machbar, und an jeder Haltestelle kannst du ins Postauto steigen.

Der gelbe Wegweiser am Südende des Dorfes nennt die Gehzeiten: 45 Minuten bis zu den Trümmelbachfällen, 1 Stunde 15 Minuten bis zur Schilthornbahn, 1 Stunde 45 Minuten bis Stechelberg und 4 Stunden 30 Minuten hinauf auf die Wengernalp. Wir sind am Nachmittag des 6. Juli zwischen etwa 15 und 15:30 Uhr das erste Stück südlich des Dorfes gegangen. Nach wenigen Minuten wird es still, du hörst nur noch Kuhglocken und das Wasser an den Felswänden.

Gelber Wanderwegweiser in Lauterbrunnen mit Gehzeiten zur Schilthornbahn, nach Stechelberg, zu den Trümmelbachfällen und zur Wengernalp
Der Wegweiser im Dorf mit den Gehzeiten durchs Tal. Das braune Schild darunter zeigt zum Schwimmbad.

Der Weg ist überwiegend flach und gut zu finden. Im Sommer gibt es wenig Schatten, nimm Wasser und einen Hut mit. Mit einem halben Tag gehst du bis zu den Trümmelbachfällen, besuchst sie und fährst mit dem Postauto zurück. Mit einem ganzen Tag gehst du weiter bis Stechelberg und fährst mit der Seilbahn hinauf nach Mürren. Das ist die klassische Talrunde, und sie zeigt dir alle drei Ebenen des Tals an einem Tag.

Grüne Wiese im Talboden des Lauterbrunnentals mit kleinem Heuschober, Wald und steiler Felswand unter weissen Wolken
Der Talboden südlich des Dorfes um 15:09 Uhr: Wiese, ein einzelner Heuschober und darüber die Westwand.

Wengen auf der Sonnenseite

Wengen ist das autofreie Dorf auf der sonnigen Ostterrasse über Lauterbrunnen. Die Zahnradbahn bringt dich vom Bahnhof Lauterbrunnen in gut zehn Minuten hinauf. Von Wengen fährt die Bahn weiter zur Kleinen Scheidegg, wo du aufs Jungfraujoch umsteigst, und eine Seilbahn führt auf den Männlichen.

Wir waren auf dieser Reise nicht in Wengen, deshalb erwähnen wir es hier nur zur Orientierung. Wenn du hinwillst, parkst du im Parkhaus Lauterbrunnen direkt unter dem Bahnhof. Von Wengen schaust du genau auf die Staubbachwand und hinunter ins Tal, also aus der umgekehrten Perspektive als von Mürren. Viele wohnen für Jungfraujoch und Männlichen in Wengen und für das Schilthorn in Mürren.

Anreise nach Lauterbrunnen

Mit dem Zug fährst du mit der Berner Oberland-Bahn (BOB) von Interlaken Ost nach Lauterbrunnen, die Fahrt dauert rund 22 Minuten, die Züge fahren alle 30 Minuten. Mit dem Auto bist du von Interlaken in 20 bis 30 Minuten dort: Autobahnausfahrt Wilderswil, dann der Strasse ins Tal folgen.

  • Tipp für den Zug: In Interlaken Ost (Gleis 2A) in den vorderen Zugteil einsteigen. In Zweilütschinen wird der Zug geteilt, der hintere Teil fährt nach Grindelwald.
  • Ab Zürich oder Basel: Laut Lauterbrunnen Tourismus bist du von beiden Flughäfen in rund drei Stunden mit dem Zug in Interlaken Ost.
  • Mit dem Auto nach Stechelberg: rechne 25 bis 35 Minuten ab Interlaken.
  • Im Winter: Schnee auf der Strasse und Glatteis sind möglich.

Wir sind von unserer Ferienwohnung in Brienz gekommen und haben pro Strecke rund 45 Minuten gebraucht, am Brienzersee entlang bis Interlaken und dann ins Tal. Das letzte Stück ist stellenweise eng, aber problemlos zu fahren. Wenn du die Schweiz mit dem Auto bereist, hilft dir unser Ratgeber Autofahren in der Schweiz weiter.

Strasse nach Lauterbrunnen mit Holzchalets, Gärten und bewaldetem Talhang unter blauem Himmel
Ankunft am 6. Juli um 11:29 Uhr: Die Strasse von Norden führt kurz vor dem Dorfzentrum an alten Chalets vorbei.

Lauterbrunnen parken: Parkhaus, Kirche und Stechelberg

In Lauterbrunnen parkst du am besten im Parkhaus direkt unter dem Bahnhof: 974 Plätze, CHF 18 für 8 Stunden (ca. 19 €). Für Schilthorn, Mürren und das hintere Tal nimmst du das Parkhaus der Schilthornbahn in Stechelberg mit rund 1.100 Plätzen.

Parkplatz Plätze Preis Ideal für
Parkhaus Lauterbrunnen, Zuben 479, 3822 Lauterbrunnen 974 CHF 18 für 8 Stunden (ca. 19 €) Dorf, Wengen, Jungfraujoch, Grütschalp und Mürren
Parkplatz Lauterbrunnen Kirche, Pfrundmatte 423 168 CHF 12 für 8 Stunden (ca. 13 €) Staubbachfall, Spaziergänge im Dorf
Parkhaus Stechelberg, Schilthornbahn, 3824 Lauterbrunnen rund 1.100 CHF 8 für 8 Stunden (ca. 9 €) laut jungfrau.ch Schilthorn, Mürren, Gimmelwald
Trümmelbachfälle wenige nur für Besucher, max. 2 Stunden nur Trümmelbachfälle

Das Parkhaus Lauterbrunnen ist rund um die Uhr offen, eine Höchstparkdauer gibt es nicht. Bezahlen kannst du bar, mit Karte, Twint oder per Park-App, und es gibt 10 Ladestationen für Elektroautos. Wir haben am 6. Juli um 11:44 Uhr auf Ebene 3B einen Platz gefunden. Der Bahnhof liegt direkt darüber, zur Hauptstrasse sind es wenige Minuten zu Fuss. Der Parkplatz bei der Kirche am Südende des Dorfes gehört der Gemeinde und ist günstiger, mit nur 168 Plätzen aber im Sommer schnell voll. Bei unserem Besuch stand er dicht an dicht mit Autos und Wohnmobilen.

Grüner Betonpfeiler mit der Aufschrift 3B im Parkhaus Lauterbrunnen, daneben parkierte Autos
Ebene 3B im Parkhaus Lauterbrunnen. Merk dir deine Ebene, die Etagen sehen alle gleich aus.

In Stechelberg ziehst du an der Schranke ein Ticket und bezahlst vor der Ausfahrt am Automaten neben der Kasse der Schilthornbahn. Die Betreiber nennen für diesen Parkplatz unterschiedliche Preise, schau deshalb am Automaten nach. An vollen Sommertagen empfiehlt Lauterbrunnen Tourismus die Park-and-Ride-Plätze in Matten und Wilderswil bei Interlaken, von dort geht es mit dem Zug weiter. Für Mürren und Wengen musst du das Auto ohnehin im Tal stehen lassen.

Moderne Talstation der Schilthornbahn in Stechelberg mit grossem Vorplatz und Felswand dahinter
Die Talstation der Schilthornbahn in Stechelberg um 19:41 Uhr, das Parkhaus liegt direkt daneben.

Zug, Postauto und Seilbahn im Tal

Das ganze Tal erreichst du problemlos ohne Auto. Das Postauto 141 fährt alle 30 Minuten vom Bahnhof Lauterbrunnen durch den Talboden nach Stechelberg, Seilbahn und Bergbahn bringen dich über Grütschalp nach Mürren, und die Zahnradbahn fährt hinauf nach Wengen.

  • Postauto 141: Bahnhof Lauterbrunnen bis Stechelberg, Schilthornbahn in 12 Minuten, mit Halt am Staubbachfall und bei den Trümmelbachfällen (7 Minuten). Tagsüber im Halbstundentakt.
  • Seilbahn Grütschalp und Bergbahn Mürren: Die Seilbahn startet gegenüber dem Bahnhof Lauterbrunnen und überwindet 686 Höhenmeter in rund vier Minuten. Sie wurde modernisiert, fährt seit 2026 wieder und fasst jetzt bis zu 135 Personen. In Grütschalp steigst du in die Bahn um, die in rund 11 Minuten an der Felskante entlang nach Mürren fährt. Insgesamt rund 18 Minuten.
  • Schilthornbahn: ab Stechelberg direkt nach Mürren in rund vier Minuten oder mit der alten Bahn über Gimmelwald. Ab Mürren weiter über Birg aufs Schilthorn.
  • Wengernalpbahn: vom Bahnhof Lauterbrunnen nach Wengen und weiter zur Kleinen Scheidegg.
  • Postauto 142: von Lauterbrunnen hinauf ins kleine Dorf Isenfluh in 12 Minuten.

Aus diesen Linien ergibt sich die klassische Runde: Lauterbrunnen, Grütschalp, Mürren, mit der Seilbahn hinunter nach Stechelberg und mit dem Postauto zurück. Mit dem Swiss Travel Pass sind Zug und Postauto im Tal gratis, auf die Bergbahnen bekommst du Rabatt. Der Berner Oberland Pass deckt fast alles ab, auch das Schilthorn. Ob er sich für deine Tage rechnet, zeigt unser Überblick zum Berner Oberland Pass. Mit dem Halbtax zahlst du auf den meisten Strecken die Hälfte.

Revisionen im Herbst 2026: Die alte Seilbahn von Stechelberg über Gimmelwald nach Mürren steht vom 19. bis 30. Oktober 2026 tagsüber still, die Linie von Lauterbrunnen über Grütschalp nach Mürren vom 26. Oktober bis 6. November 2026. Die Direktbahn von Stechelberg nach Mürren fährt weiter. Prüf vor der Fahrt den aktuellen Betriebsstatus.

Planung: Wie viele Tage brauchst du?

Ein ganzer Tag reicht für das Dorf Lauterbrunnen, den Staubbachfall und die Trümmelbachfälle. Mit zwei Tagen kommen Mürren und das Schilthorn dazu, mit drei Tagen gehst du die Talwanderung in Ruhe und besuchst noch Wengen oder Gimmelwald.

1 Tag im Lauterbrunnental

  • Morgens: Trümmelbachfälle zur Öffnung (im Juli und August ab 8:30 Uhr). So haben wir es gemacht, und es war die beste Entscheidung des Tages.
  • Später Vormittag: zu Fuss oder mit dem Postauto zurück nach Lauterbrunnen, durchs Dorf und hinauf zum Staubbachfall.
  • Nachmittag: mit der Seilbahn nach Grütschalp und mit der Bahn nach Mürren, durchs Dorf spazieren, mit der Direktbahn hinunter nach Stechelberg und mit dem Postauto 141 zurück.

2 Tage

  • Tag 1: wie oben, aber ohne Mürren: Trümmelbachfälle, Dorf, Staubbachfall, Aussichtspunkt oberhalb des Dorfes und ein Stück Talwanderung.
  • Tag 2: Schilthorn mit frühem Start in Stechelberg, Halt auf der Birg bei der Talfahrt und den Abend in Mürren. Das war unser 9. Juli, und wir würden ihn genau so wiederholen, nur ein bis zwei Stunden früher.

3 Tage

  • Tag 3: Wanderung von Mürren nach Gimmelwald und hinunter nach Stechelberg, oder hinüber nach Wengen und weiter auf den Männlichen oder zur Kleinen Scheidegg. Bei Regen lohnen sich die Trümmelbachfälle trotzdem, dort bist du ja ohnehin im Berg.

Plane einen Wetterpuffer ein. Die Sicht vom Schilthorn und von Mürren hängt komplett an den Wolken. Leg den Bergtag deshalb auf den klarsten Morgen der Vorhersage und verteile die Ziele im Tal drumherum. Ist das Lauterbrunnental Teil einer längeren Reise, zeigt dir unsere Reiseroute für 7 Tage im Berner Oberland, wie es mit Brienzersee, Thunersee und Oeschinensee zusammenpasst.

Übernachten im Lauterbrunnental

Du kannst im Dorf Lauterbrunnen übernachten, das mit Auto die praktischste Basis ist, in den autofreien Dörfern Mürren oder Wengen für Aussicht und ruhige Abende, oder auf einem der drei Campingplätze im Talboden. Für Juli und August solltest du früh buchen.

  • Dorf Lauterbrunnen: Hotels, Ferienwohnungen und Hostels in Gehdistanz zum Bahnhof. Ideal, wenn du Zug, Postauto und Bahnen in alle Richtungen nutzen willst.
  • Mürren und Wengen: Das Gepäck muss mit Bahn oder Seilbahn hinauf, dafür hast du die Abende fast für dich, wenn die Tagesgäste weg sind.
  • Camping Jungfrau: Weid 406 in Lauterbrunnen, mit Blick auf den Staubbachfall, ganzjährig geöffnet, Haustiere erlaubt.
  • Camping Breithorn: Sandbach 255 bei Stechelberg, direkt an der Postautolinie und fünf Gehminuten von den Trümmelbachfällen.
  • Camping Rütti: Drei-Sterne-Campingplatz in Stechelberg im hinteren Tal.

Wir selbst haben nicht im Tal übernachtet. Unsere Basis für die ganze Woche war eine Ferienwohnung in Brienz, von dort sind wir nach Lauterbrunnen gefahren. Das passt gut, wenn du auch Brienzersee, Iseltwald und Aareschlucht sehen willst, mehr dazu in unserem Reiseführer zur Region Brienzersee. Der Nachteil ist die Anfahrt: Wer im Tal wohnt, erwischt die erste Schilthornbahn ohne Stress.

Campingplatz im Talboden des Lauterbrunnentals mit Wohnmobilen, Wohnwagen, Bäumen und hohen Fahnen
Wohnmobile und Wohnwagen auf einem Campingplatz im Talboden, aufgenommen bei unserem Spaziergang am 6. Juli.

Lauterbrunnen mit Hund

Das Lauterbrunnental ist sehr hundefreundlich. Angeleinte Hunde sind im Dorf, auf den Wegen im Talboden, im Postauto, im Zug und in der Schilthornbahn willkommen, in der Schilthornbahn fahren sie sogar gratis mit. Die grosse Ausnahme sind die Trümmelbachfälle: Dort haben Hunde keinen Zutritt.

  • Zug und Postauto: Grössere Hunde brauchen ein Billett. Am einfachsten ist die Hunde-Tageskarte der SBB für CHF 25 (ca. 27 €), ab 13. Dezember 2026 kostet sie CHF 27 (ca. 29 €). Hunde bis 30 cm Schulterhöhe reisen in einer Tasche oder Box gratis.
  • Trümmelbachfälle: keine Hunde. Plane den Besuch so, dass jemand mit dem Hund draussen bleiben kann.
  • Wasser: Im Dorf gibt es Brunnen, Miley fand sie grossartig. Für die Talwanderung trotzdem einen Napf mitnehmen.
  • Hitze: An sonnigen Sommertagen wird es im Talboden heiss, und Schatten ist rar. Geh morgens oder am späten Nachmittag.
  • Trubel: Hauptstrasse und Staubbachweg sind mittags voll. Ein nervöser Hund ist auf den Wiesen südlich des Dorfes glücklicher.

Miley war an beiden Tagen dabei. Im Dorf Lauterbrunnen hat Miley sich an einem Dorfbrunnen abgekühlt und danach lange auf dem Pflaster neben der Kirche ausgeruht. Weitere Tipps für Reisen mit Hund stehen in unserem Ratgeber Schweiz mit Hund.

Unser Hund Miley liegt angeleint auf dem Kopfsteinpflaster im Dorf Lauterbrunnen und ruht sich im Schatten aus
Miley macht um 13:41 Uhr Pause auf dem Pflaster im Dorf, nach einem Schluck am Brunnen.

Unsere Tipps für das Lauterbrunnental

  • Hinten anfangen. Fahr zuerst zu den Trümmelbachfällen oder zur Schilthornbahn und arbeite dich zurück ins Dorf. Die Busse und Gruppen ziehen in die andere Richtung.
  • Das Dorf am Abend. Mittags ist die Hauptstrasse voll, nach 18 Uhr wird es ruhig, und der Staubbachfall leuchtet im Abendlicht.
  • Postauto statt Parkplatzsuche. Die Linie 141 fährt alle 30 Minuten, du musst das Auto nicht zwischen den Parkplätzen hin und her fahren.
  • Ein paar Höhenmeter gehen. Der kurze Aufstieg auf dem Weg oberhalb des Dorfes bringt dir das Überblicksfoto, das die meisten nie machen.
  • Nach oben schauen. Am späten Nachmittag und Abend springen die Basejumper. Oft hörst du den Schirm, bevor du ihn am Himmel findest.
  • Papierkarte holen. Die kostenlose Talkarte aus dem Tourist Center am Bahnhof zeigt alle Gehzeiten und Verbindungen auf einem Blatt.
  • Mit anderen Wasserfällen kombinieren. Wenn du Wasserfälle und Schluchten magst, findest du in unserem Überblick über Schluchten und Wasserfälle im Berner Oberland auch Aareschlucht und Rosenlauischlucht.

Touren und Tickets

Mit dem Auto brauchst du keine Tour: Die Ziele im Tal sind gratis oder du zahlst direkt am Eingang, Bahnbillette gibt es an den Stationen. Ohne Auto und mit wenig Zeit ist ein geführter Tagesausflug ab Interlaken bequem, weil Transport und Stopps organisiert sind. Diese Angebote würden wir uns ansehen:

Touren im Lauterbrunnental
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Ab Interlaken: Geführte Tour nach Grindelwald und Lauterbrunnen

7 Stunden, optional 30 Minuten Spaziergang am Staubbachfall

ab etwa 86 € (Okt. 2026)
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Interlaken: E-Bike-Tour durchs Tal der 72 Wasserfälle

6 Stunden per E-Bike, Halt am Staubbach, Eintritt Trümmelbach inklusive

ab etwa 266 € (Okt. 2026)
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Kleingruppentour Lauterbrunnen und Mürren ab Interlaken

Rund 7 Stunden, mit Staubbachfall und Mürren

ab etwa 287 € (Okt. 2026)
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Häufige Fragen zum Lauterbrunnental

Lohnt sich Lauterbrunnen?

Ja. Hohe Felswände, Wasserfälle, grüne Wiesen und autofreie Dörfer auf den Felsterrassen gibt es in dieser Kombination nirgends sonst in den Alpen, und vieles ist gratis, etwa der Staubbachfall und die Talwanderung. Plane mindestens einen ganzen Tag ein, besser zwei.

Warum heisst es Tal der 72 Wasserfälle?

Lauterbrunnen Tourismus und die Jungfrau Region nennen die Zahl 72 für die Wasserfälle an den Talwänden. Eine offizielle Liste gibt es nicht, und wie viele du siehst, hängt von der Jahreszeit ab. Nach der Schneeschmelze im Frühsommer sind es am meisten.

Wo parkt man in Lauterbrunnen?

Im Parkhaus Lauterbrunnen unter dem Bahnhof (974 Plätze, CHF 18 für 8 Stunden). Der kleinere Parkplatz bei der Kirche kostet CHF 12 für 8 Stunden. Für Schilthorn und Mürren parkst du an der Schilthornbahn in Stechelberg.

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Lauterbrunnen?

Staubbachfall, Trümmelbachfälle, das Dorf mit Kirche und Hauptstrasse, der Aussichtspunkt oberhalb des Dorfes, Mürren und Gimmelwald auf der Felsterrasse, das Schilthorn und der Mürrenbachfall bei Stechelberg.

Kann man Lauterbrunnen als Tagesausflug ab Interlaken machen?

Ja, ganz einfach. Der Zug braucht rund 22 Minuten und fährt alle 30 Minuten. An einem Tag schaffst du Dorf, Staubbachfall, Trümmelbachfälle und Mürren.

Wann ist die beste Reisezeit?

Von Mai bis Juli führen die Wasserfälle dank der Schneeschmelze am meisten Wasser. Juli und August sind am vollsten. Die Trümmelbachfälle sind von Anfang April bis Anfang November geöffnet.

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Das Lauterbrunnental ist ein Teil unseres Reiseführers Berner Oberland, dort findest du die Seen, Schluchten und Pässe rundherum. Weitere Ziele in der Schweiz findest du auf unserer Startseite.

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