Trümmelbachfälle: die Gletscherwasserfälle im Berg


+13Die Trümmelbachfälle sind zehn Gletscherwasserfälle, die im Innern eines Berges im Lauterbrunnental hinabdonnern. Ein Tunnellift bringt dich mitten in die Schlucht, Scheinwerfer beleuchten das Wasser, und über Treppen, Galerien und Brücken gehst du so nah an den Fällen entlang, dass dir die Gischt ins Gesicht sprüht. Bis zu 20.000 Liter Schmelzwasser pro Sekunde kommen hier von Eiger, Mönch und Jungfrau herunter. Wir waren am 6. Juli 2026 an einem sonnigen Morgen dort und haben rund anderthalb Stunden zwischen Tunnellift, den dunklen oberen Fällen und den hellen unteren Fällen verbracht. Hier findest du den Eintritt 2026, die Öffnungszeiten, Parkplatz, Postauto-Haltestelle und alles, was wir Freunden vor dem Besuch erzählen würden.
Trümmelbachfälle auf einen Blick
| Was | 10 Gletscherwasserfälle im Berginnern, erschlossen mit Tunnellift und Treppen |
|---|---|
| Lage | Lauterbrunnental, rund 3 km hinter dem Dorf Lauterbrunnen Richtung Stechelberg |
| Eintritt 2026 | Erwachsene CHF 18 (ca. 19 €), Kinder 6 bis 15 Jahre CHF 8 (ca. 9 €), keine Gruppenpreise |
| Öffnungszeiten | Anfang April bis Anfang November täglich 9 bis 17 Uhr, im Juli und August 8.30 bis 18 Uhr |
| Wassermenge | Bis zu 20.000 Liter pro Sekunde, Einzugsgebiet 24 km² |
| Zeitbedarf | 1 bis 2 Stunden, wir waren rund 75 Minuten in der Schlucht |
| Hunde | Nicht erlaubt |
| Kinder | Erst ab 4 Jahren, nicht mit Kinderwagen oder Rollstuhl |
| Parkplatz | Gratis direkt beim Eingang, nur für Besucher, max. 2 Stunden |
| Postauto | Linie 141 ab Bahnhof Lauterbrunnen, Haltestelle „Trümmelbachfälle“, 7 Minuten |
Preise und Zeiten: truemmelbachfaelle.ch, Stand Oktober 2026. Euro gerechnet mit 1 CHF = 1,08 €.
Geführte E-Bike-Tour über 6 Stunden mit Staubbachfall und 45 Minuten bei den Trümmelbachfällen, Eintritt inklusive.
Preise & Verfügbarkeit prüfenStart in Stechelberg, Abholung in Interlaken oder Lauterbrunnen; Käsedegustation und Eintritt Trümmelbachfälle inklusive. Noch keine Bewertungen.
Preise & Verfügbarkeit prüfen- Lohnen sich die Trümmelbachfälle?
- Was die Trümmelbachfälle so besonders macht
- Trümmelbachfälle Eintritt 2026
- Öffnungszeiten, Saison und beste Besuchszeit
- Der Tunnellift
- Der Rundgang durch die Schlucht
- Anreise mit Postauto, Auto und zu Fuss
- Parken bei den Trümmelbachfällen
- Hunde, Kleinkinder und Barrierefreiheit
- Unser Besuch im Zeitraffer
- Kombinieren mit Staubbachfall, Mürren und Schilthorn
- Tipps für deinen Besuch
- Häufige Fragen
Lohnen sich die Trümmelbachfälle?
Ja, die Trümmelbachfälle lohnen sich. Für 18 Franken siehst du etwas, das es so nirgends sonst in den Alpen gibt: einen Gletscherbach, der sich durch den Fels gebohrt hat und in zehn Stufen im Berginnern hinunterstürzt. Dazu kommt, dass der Besuch bei jedem Wetter funktioniert.
Die meisten Wasserfälle im Tal, allen voran der Staubbachfall mitten in Lauterbrunnen, fallen frei über die Felswand, und du schaust von unten zu. Beim Trümmelbach ist es umgekehrt. Er hat sich einen gewundenen Spalt in den Kalk gefräst, und das Wasser schraubt sich wie ein Korkenzieher von einem runden Becken ins nächste. Du stehst auf einer Plattform direkt darüber und schaust in das tosende, graugrüne Gletscherwasser. Der Name passt: Laut Betreiber beschreibt „Trümmelbach“ ein Geräusch und heisst so viel wie Trommelbach.
Was uns am meisten überrascht hat, war die Abwechslung. Der obere Teil ist dunkel und von Scheinwerfern beleuchtet, fast wie in einer Höhle. Weiter unten öffnet sich die Schlucht, Tageslicht fällt hinein, und an den Felsbändern wachsen Pflanzen. Wenn du im Lauterbrunnental nur einen verregneten Vormittag hast, ist das der richtige Ort dafür.

Was die Trümmelbachfälle so besonders macht
Die Trümmelbachfälle sind laut Betreiber die einzigen Gletscherwasserfälle Europas, die im Berginnern liegen und trotzdem zugänglich sind. Der Trümmelbach entwässert allein die Gletscherwände von Eiger (3970 m), Mönch (4099 m) und Jungfrau (4158 m), aus einem Einzugsgebiet von rund 24 Quadratkilometern, das etwa zur Hälfte mit Eis, Firn und Schnee bedeckt ist.
Ein paar Zahlen von den Infotafeln und der offiziellen Website helfen, das Ganze einzuordnen:
- Wassermenge: Während der Schnee- und Gletscherschmelze und nach Regen fliessen bis zu 20.000 Liter pro Sekunde. Im April und Oktober sind es nach frostigen Nächten nur ein paar Dutzend Liter, im Winter erstarren die Fälle zu Eis und verstummen.
- Geschiebe: Laut einem Gutachten der Versuchsanstalt für Wasserbau der ETH Zürich trägt der Bach jedes Jahr rund 20.200 Tonnen Lehm, Sand, Kies und Geröll ins Tal. Dieses Material wirkt wie Schleifpapier und sägt die Schlucht immer tiefer in den Kalk.
- Höhenunterschied: Vom Talboden beim Trümmelbach (820 m) bis zum Gipfel der Jungfrau (4158 m) sind es 3338 Meter, auf nur etwa 5 Kilometer Luftlinie.
- Alter: Der Bach hat sich schon während der letzten Eiszeit in den Fels gebohrt, als das Tal noch voller Eis war. Seit etwa 15.000 bis 20.000 Jahren donnert er durch den Berg.
Der feine Gesteinsstaub im Schmelzwasser färbt den Trümmelbach im Sommer milchig weiss, die sogenannte Gletschermilch. Genau so haben wir ihn im Juli erlebt. Im Herbst wird das Wasser laut Betreiber glasklar blau und grün.
Erschlossen wurde die Schlucht Schritt für Schritt: Die untersten Fälle bekamen zwischen 1877 und 1886 Treppen und Brücken, 1913 folgte der Tunnellift, und 1990 wurden die untere und die obere Hälfte der Schlucht verbunden. Seither sind 10 Fälle auf rund 600 Metern begehbar, mit 140 Metern Höhenunterschied zwischen dem untersten und dem obersten Fall. Dazu gehören 400 Meter Galerien, 5 Tunnels und 16 Flutlichtanlagen. Der Trümmelbach steht im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung.

Trümmelbachfälle Eintritt 2026
Der Eintritt in die Trümmelbachfälle kostet 2026 für Erwachsene CHF 18 (ca. 19 €) und für Kinder von 6 bis 15 Jahren CHF 8 (ca. 9 €). Der Tunnellift ist im Preis inbegriffen. Billette gibt es nur an der Kasse beim Eingang, Gruppenpreise bietet der Betreiber nicht an.
| Billett (2026) | Preis | In Euro |
|---|---|---|
| Erwachsene | CHF 18 | ca. 19 € |
| Kinder 6 bis 15 Jahre | CHF 8 | ca. 9 € |
| Beispiel Familie: 2 Erwachsene, 2 Kinder | CHF 52 | ca. 56 € |
| Kinder unter 4 Jahren | Kein Zutritt | |
Was du zum Eintritt sonst noch wissen solltest:
- Kein Online-Billett: Du kaufst dein Billett an der Kasse im Eingangsstollen. Reservieren musst du nicht, feste Zeitfenster gibt es keine.
- Kinder mit 4 und 5 Jahren: Für diese Altersgruppe nennt die offizielle Preisliste keinen eigenen Tarif. Frag am besten an der Kasse nach.
- Swiss Travel Pass und Halbtax: Auf der offiziellen Website ist keine Ermässigung erwähnt. Rechne mit dem vollen Preis.
- Touren: Einige E-Bike- und Minibus-Touren ab Interlaken haben den Eintritt schon drin. Mehr dazu am Ende dieses Artikels.

Öffnungszeiten, Saison und beste Besuchszeit
Die Trümmelbachfälle sind von Anfang April bis Anfang November täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet, im Juli und August von 8.30 bis 18 Uhr. Die genauen Daten für Saisonstart und Saisonende hängen vom Wetter ab, deshalb lohnt sich zu Beginn und am Ende der Saison ein Blick auf die offizielle Website.
Am eindrücklichsten sind die Fälle vom späten Frühling bis in den Spätsommer. Von April bis Juni speist die Schneeschmelze den Bach, von Juni bis September schmelzen die Gletscher, und nach starkem Regen kommt noch mehr Wasser dazu. Im Oktober wird es spürbar weniger, im Winter ist die Schlucht geschlossen und vereist.
- Morgens: Wir waren an einem Montag im Juli kurz nach 9.20 Uhr auf dem Parkplatz, und am Lift war noch wenig los. Als wir gegen 10.15 Uhr auf dem Rückweg wieder an den Korkenzieher-Becken standen, drängte sich dort eine Reisegruppe am Geländer.
- Bei Regen: Schlechtes Wetter ist kein Grund, die Trümmelbachfälle auszulassen. Der grösste Teil des Wegs liegt im Fels oder unter Überhängen, und nach Regen führt der Bach noch mehr Wasser.
Der Tunnellift
Der Tunnellift ist eine kleine Standseilbahn im Fels, die dich in 60 Sekunden rund 100 Höhenmeter hinaufbringt. So startest du mitten in der Schlucht, ohne vorher Treppen steigen zu müssen. In die Kabine passen etwa 40 Personen, die Bahn fährt mit 45 Grad Neigung auf 105 Metern Länge und schafft gegen 500 Personen pro Stunde.

Gebaut wurde der Lift erstmals 1913. Die heutige Kabine mit Wänden und Dach aus Glas stammt von 1983 und ist bereits die dritte Anlage an dieser Stelle. Ein Gegengewicht, so schwer wie eine Kabine mit etwa 15 Personen, spart Energie. Du gehst durch einen kurzen Stollen in die Felswand, kaufst dort dein Billett und wartest an der Talstation. Laut Tafel fährt der Lift alle 5 Minuten. Wir standen um 9.34 Uhr im Stollen und sassen fünf Minuten später in der Kabine.
Während der Fahrt schaust du den schrägen, in den Fels gehauenen Schacht hinauf, an dem eine Reihe Lampen leuchtet. Oben angekommen siehst du als Erstes keinen Wasserfall, sondern das Lauterbrunnental mit seinen senkrechten Felswänden.

Wer will, kann den ganzen Weg auch zu Fuss gehen, denn neben der Schlucht führen Treppen vom Talboden bis zu den oberen Fällen. Die meisten Besucher fahren aber mit dem Lift hinauf und gehen zu Fuss hinunter, und genau so ist auch der Rundgang auf dem Plan am Eingang angelegt.
Der Rundgang durch die Schlucht
Von der Bergstation des Lifts steigst du zuerst über Treppen und Galerien zu den obersten Fällen hinauf und gehst dann an allen zehn Fällen vorbei wieder hinunter bis zum Ausgang im Tal. Überall gibt es solide Geländer, aber der Weg ist steil, nass und stellenweise eng.
Der Plan am Eingang nummeriert die Fälle von 1 ganz unten bis 10 ganz oben. Der Lift endet zwischen Fall 6 und Fall 7. Von dort geht es hinauf durch den dunklen oberen Teil zu den Fällen 7 bis 10 und danach an der Bergstation vorbei hinunter zu den Fällen 6 bis 1.

Die oberen Fälle: im Innern des Berges
Die Fälle 7 bis 10 sind der spektakulärste Teil. Die Schlucht wird zum schmalen Spalt, du gehst durch kurze Tunnels und über Galerien, die in den Fels gehauen sind, und Scheinwerfer beleuchten Wasser und Wände. Manche Lichter sind farbig, der Fels leuchtet orange und blau. Nur ab und zu siehst du hoch über dir einen Streifen Himmel. Es ist so laut, dass du dich kaum unterhalten kannst.

Im dunkelsten Abschnitt werden die Fälle seitlich von Scheinwerfern angestrahlt. Von einer Plattform aus schaust du direkt in einen Wasserfall, der durch eine schwarze Felshöhle stürzt, und das Licht fängt jeden Tropfen ein. Die Gischt reicht bis auf den Weg, pack die Kamera zwischen den Fotos also lieber weg.

Weiter unten im dunklen Teil stehst du direkt über einem Becken und schaust aus wenigen Metern Entfernung ins Wasser. Im Juli war es milchig graugrün, voller feinem Gesteinsmehl von den Gletschern. Das Wasser fällt hier nicht einfach, es explodiert förmlich von einem Becken ins nächste.

Der mittlere Teil: die Korkenzieher-Becken
Rund um die Bergstation ist die Schlucht nach oben offen. Hier liegen die bekannten Korkenzieher-Becken, in die das Wasser runde Strudellöcher gebohrt hat und durch die es sich spiralförmig hindurchschraubt. Das ist der beste Fotospot, weil Tageslicht von oben aufs Wasser fällt. Wir kamen zweimal vorbei: Um 9.50 Uhr auf dem Weg nach oben war fast niemand da, um 10.18 Uhr auf dem Rückweg füllte eine Reisegruppe für ein paar Minuten die Plattform. Kurz warten, dann ist das Geländer wieder frei.

Die unteren Fälle: zurück im Tageslicht
Unterhalb der Bergstation führt der Weg unter freiem Himmel der Schlucht entlang talwärts. An den Felsbändern wachsen Pflanzen, die Fälle sind breiter und lassen sich leichter fotografieren als im dunklen oberen Teil.

Zum Schluss geht es über eine lange Treppe an der Aussenwand der Schlucht hinunter. Unten kommst du neben dem Eingang heraus, dort, wo der Bach den Berg verlässt und in die Weisse Lütschine fliesst. Vom Lift bis zum Ausgang haben wir gemütlich, mit vielen Fotostopps, rund 75 Minuten gebraucht.
Anreise mit Postauto, Auto und zu Fuss
Die Trümmelbachfälle liegen rund 3 km hinter dem Dorf Lauterbrunnen an der Strasse nach Stechelberg. Mit dem ÖV nimmst du ab Bahnhof Lauterbrunnen das Postauto 141 bis zur Haltestelle „Trümmelbachfälle“, die Fahrt dauert 7 Minuten. Mit dem Auto folgst du der Talstrasse und parkierst direkt beim Eingang.
- Mit Bahn und Postauto: Ab Interlaken Ost fährst du mit der Bahn nach Lauterbrunnen und steigst dort ins Postauto 141 Richtung Stechelberg um. Im Fahrplan, den wir für Oktober 2026 geprüft haben, fährt es alle 30 Minuten, von Interlaken Ost bist du insgesamt rund 38 Minuten unterwegs. Die Haltestelle liegt direkt vor dem Eingang.
- Mit dem Auto: Über die Autobahn bis Interlaken, Ausfahrt Wilderswil, dann Richtung Wilderswil und Lauterbrunnen. Durch das Dorf hindurch und noch rund 3 km weiter Richtung Stechelberg. Fürs Navi: „Trümmelbach, 3824 Lauterbrunnen“.
- Zu Fuss: Ein einfacher Talweg entlang der Weissen Lütschine verbindet Lauterbrunnen, die Trümmelbachfälle und Stechelberg. Rechne ab Bahnhof Lauterbrunnen mit rund 1 Stunde 10 Minuten, ab Stechelberg mit etwa gleich viel. Von Lauterbrunnen aus kommst du dabei nahe am Staubbachfall vorbei.

Das gleiche Postauto fährt in rund 5 Minuten weiter zur Haltestelle Stechelberg, Schilthornbahn. So lassen sich die Fälle am selben Tag gut mit der Seilbahn aufs Schilthorn verbinden.
Parken bei den Trümmelbachfällen
Direkt beim Eingang der Trümmelbachfälle gibt es einen grossen, gebührenfreien Parkplatz. Laut Schild vor Ort ist er nur für Besucher der Fälle gedacht und auf maximal 2 Stunden begrenzt, zwischen 19 und 8 Uhr gilt Parkverbot.
Zwei Stunden reichen für die Fälle, aber nicht für eine Talwanderung. Dafür parkierst du besser in Lauterbrunnen. Wir kamen mit dem Auto aus Brienz, wo wir unsere Unterkunft hatten, und fanden an einem Wochentag im Juli um 9.20 Uhr problemlos einen Platz.

Hunde, Kleinkinder und Barrierefreiheit
Hunde sind in den Trümmelbachfällen nicht erlaubt, ebenso wenig Babys und Kinder unter 4 Jahren. Der Betreiber begründet beides mit der Sicherheit, und für Kinderwagen und Rollstühle ist der Rundgang nicht geeignet.
Für Miley war das der einzige Programmpunkt des Tages, bei dem es nicht mit durfte. Wenn du mit Hund reist, plane die Fälle so, dass jemand draussen bleiben kann, oder kombiniere sie mit einem Spaziergang im Tal, wo Hunde willkommen sind. Direkt nach den Fällen sind wir nach Lauterbrunnen weitergefahren, und dort war Miley auf den Wiesen unterhalb des Staubbachfalls wieder mit dabei.
Ältere Kinder finden die Fälle meist grossartig, der Betreiber bittet aber darum, sie an der Hand zu halten. Auch mit dem Lift gehst du viele Treppen hinauf und hinunter, einen stufenlosen Weg gibt es nicht.
Unser Besuch im Zeitraffer
So lief unser Vormittag am Montag, 6. Juli 2026. Es war sonnig mit blauem Himmel, und vom Parkplatz bis zurück zum Parkplatz waren wir rund anderthalb Stunden unterwegs.

- 8.50 Uhr: Fahrt von Brienz über Interlaken ins Lauterbrunnental.
- 9.20 Uhr: Ankunft auf dem Parkplatz, noch viele Plätze frei.
- 9.25 Uhr: Ein paar Schritte vorbei an den Schautafeln und dem alten Chalet zum Eingang. Das Postauto hält gleich daneben.
- 9.34 Uhr: Eingangsstollen mit Kasse und dem Plan der zehn Fälle an der Wand.
- 9.39 Uhr: Mit dem Tunnellift nach oben, eine Minute Fahrt.
- 9.42 Uhr: Aussicht über das Lauterbrunnental an der Bergstation.
- 9.47 bis 10.12 Uhr: Die oberen Fälle im dunklen, beleuchteten Teil der Schlucht.
- 10.18 Uhr: Zurück an den Korkenzieher-Becken, kurz voll mit einer Reisegruppe.
- 10.25 bis 10.45 Uhr: Abstieg an den unteren Fällen vorbei im Tageslicht.
- 10.50 Uhr: Zurück beim Kiosk, kurze Pause im Garten unter den Bäumen.
- 11.30 Uhr: Weiter nach Lauterbrunnen zum Staubbachfall.

Beim Eingang gibt es ein Selbstbedienungsrestaurant mit Aussichtsterrasse, einen kleinen Souvenirladen und einen Garten mit Tischen im Schatten. Ein guter Ort, um nach der Gischt wieder trocken zu werden.
Kombinieren mit Staubbachfall, Mürren und Schilthorn
Für die Trümmelbachfälle brauchst du nur einen halben Vormittag, darum lassen sie sich gut mit anderen Zielen im Tal kombinieren. Klassisch sind morgens die Fälle und danach Lauterbrunnen mit dem Staubbachfall, oder zuerst die Fälle und anschliessend mit der Seilbahn hinauf nach Mürren und aufs Schilthorn.
- Staubbachfall: Der kostenlose Wasserfall direkt bei Lauterbrunnen ist der perfekte Gegensatz: Der eine fällt frei über die Felswand, der andere bohrt sich durch den Berg. Alles Wichtige steht in unserem Artikel zum Staubbachfall in Lauterbrunnen.
- Mürren und Schilthorn: Die Schilthornbahn in Stechelberg ist mit dem Postauto nur 5 Minuten entfernt. Besuche die Fälle zur Öffnungszeit und fahr danach zum Mittagessen ins autofreie Mürren.
- Weitere Schluchten: Wenn dir der Trümmelbach gefällt, lohnen sich auch die anderen Schluchten im Berner Oberland. Wir vergleichen sie in unserem Überblick über Schluchten und Wasserfälle im Berner Oberland.
Alle Ziele rund um Lauterbrunnen findest du in unserem Reiseführer zum Lauterbrunnental.
Tipps für deinen Besuch
- Früh kommen. Sei im Juli und August um 8.30 Uhr da, dann bist du vor den Reisebussen aus Interlaken in der Schlucht.
- Schuhe mit gutem Profil. Treppen und Fels sind nass, manche Stufen sind glatt getreten. Flip-Flops sind eine schlechte Idee.
- Leichte Jacke einpacken. Die Gischt erreicht an mehreren Stellen den Weg, und die Schlucht liegt im Schatten. Eine Regenjacke mit Kapuze ist in den engen Galerien praktischer als ein Schirm.
- Kamera schützen. Ein Tuch für die Linse ist Gold wert, ein Stativ ist auf den schmalen Wegen unpraktisch.
- Oben nicht hetzen. Die beleuchteten Fälle im Berginnern sind das Highlight.
- Saison prüfen. Saisonstart Anfang April und Saisonende Anfang November hängen vom Wetter ab. Schau am Rand der Saison vorher auf die offizielle Website.

Touren und Tickets
Für die Trümmelbachfälle brauchst du keine Tour: Billette gibt es nur an der Kasse, und das Postauto hält direkt vor dem Eingang. Eine Tour lohnt sich, wenn du ohne Auto in Interlaken wohnst und Transport, Eintritt und Begleitung in einem Paket willst. Diese Angebote haben den Eintritt inklusive:
Geführte E-Bike-Tour über 6 Stunden mit Staubbachfall und 45 Minuten bei den Trümmelbachfällen, Eintritt inklusive.
Preise & Verfügbarkeit prüfenStart in Stechelberg, Abholung in Interlaken oder Lauterbrunnen; Käsedegustation und Eintritt Trümmelbachfälle inklusive. Noch keine Bewertungen.
Preise & Verfügbarkeit prüfenMinibus ab Interlaken und zurück, Eintritt inklusive, rund 3 Stunden.
Preise & Verfügbarkeit prüfenHäufige Fragen zu den Trümmelbachfällen
Was kostet der Eintritt in die Trümmelbachfälle?
2026 zahlen Erwachsene CHF 18 (ca. 19 €) und Kinder von 6 bis 15 Jahren CHF 8 (ca. 9 €). Der Tunnellift ist inbegriffen, Gruppenpreise gibt es keine.
Kann man Billette für die Trümmelbachfälle online kaufen?
Nein, Billette gibt es nur an der Kasse vor Ort, reservieren musst du nicht. Einige Touren ab Interlaken enthalten den Eintritt.
Wie lange dauert ein Besuch der Trümmelbachfälle?
Plane 1 bis 2 Stunden ein. Wir haben vom Lift bis zum Ausgang rund 75 Minuten gebraucht, dazu kommt etwas Zeit für Parkplatz und Kiosk.
Darf man mit Hund zu den Trümmelbachfällen?
Nein. Hunde und Kinder unter 4 Jahren haben aus Sicherheitsgründen keinen Zutritt. Wer mit Hund unterwegs ist, muss sich aufteilen.
Wann haben die Trümmelbachfälle geöffnet?
Von Anfang April bis Anfang November täglich von 9 bis 17 Uhr, im Juli und August von 8.30 bis 18 Uhr. Im Winter sind die Fälle geschlossen und vereist.
Lohnen sich die Trümmelbachfälle bei Regen?
Ja. Der grösste Teil des Wegs liegt im Fels oder unter Überhängen, und nach Regen führt der Bach noch mehr Wasser. Für Schlechtwettertage gehören die Fälle zu den besten Zielen im Lauterbrunnental.
Touren zu den Trümmelbachfällen ansehen →
Du planst noch mehr Tage in der Region? Auf unserer Startseite zur Schweiz findest du alle Reiseführer, im Überblick zum Lauterbrunnental alle Ziele im Tal. Und wenn der Himmel klar ist, fahr ab Stechelberg aufs Schilthorn: Von dort siehst du Eiger, Mönch und Jungfrau, deren Gletscher die Trümmelbachfälle speisen.


