Berner Oberland mit Hund: Bergbahnen, Schluchten, Seen und Regeln


+11Das Berner Oberland gehört zu den hundefreundlichsten Regionen der Alpen: Hunde fahren in den meisten Bergbahnen, Zügen und Schiffen mit, oft gratis oder für ein paar Franken, sie dürfen in die Aareschlucht und in die Gletscherschlucht Rosenlaui und fast in jedem See schwimmen. Die große Ausnahme sind die Trümmelbachfälle, dort sind Hunde verboten. Wir waren vom 4. bis 11. Juli 2026 mit unserem Hund Miley eine Woche dort, mit Ferienwohnung in Brienz und dem eigenen Auto, und Miley war überall dabei, nur nicht in den Trümmelbachfällen. Hier findest du, was jede Bergbahn für den Hund verlangt, welche Schluchten Hunde erlauben, wo dein Hund baden kann und welche Regeln gelten. Alle Ziele der Region stehen in unserem Berner-Oberland-Guide.
Mit Hund im Berner Oberland: das Wichtigste
| Ziel | Hund erlaubt | Hundebillett 2026 | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Schilthornbahn und Mürren | Ja, an der Leine | Gratis | Im Restaurant erlaubt; Gitterroste auf dem Gipfel und am Skyline Walk; Thrill Walk ungeeignet |
| Gondelbahn Oeschinensee | Ja, an der Leine | CHF 8 pro Tag (ca. 8,60 €), Hunde-Tageskarte SBB gültig | Leinenpflicht im ganzen Gebiet, Kühe und Schlangen |
| Brienz Rothorn Bahn (Dampfbahn) | Ja | CHF 10 (ca. 11 €), nur am Schalter in Brienz | Rauch und Lärm können Hunde stressen |
| Luftseilbahn Sörenberg Rothorn | Ja | CHF 6 einfach, CHF 12 retour, Hunde ab 30 cm | Gitterrostboden im Felsentunnel oben |
| Aareschlucht | Ja, kurze Leine | Gratis | Feste Böden, auch bei der Abendbeleuchtung |
| Gletscherschlucht Rosenlaui | Ja, an der Leine | Gratis | Jagdbanngebiet; Drehkreuz am oberen Ausgang, steile nasse Stufen |
| Trümmelbachfälle | Nein | – | Hunde und Kinder unter 4 Jahren nicht zugelassen |
| Staubbachfall | Ja, an der Leine | Gratis, gar kein Billett | Weg zur Galerie eng und nass |
| Zug, Postauto, BLS-Schiff | Ja | Hunde-Tageskarte SBB CHF 25 (ab 13.12.2026 CHF 27); bis 30 cm gratis im Behälter | Hund liegt unter dem Sitz, nicht im Gang |
| Seen und Strandbäder | Öffentliche Ufer ja, Strandbäder meist nein | Gratis | Walenrain in Spiez mit eigenem Hundebereich |
Quellen: schilthorn.ch, oeschinensee.ch, brienz-rothorn-bahn.ch, soerenberg.ch, aareschlucht.ch, rosenlauischlucht.ch, truemmelbachfaelle.ch, sbb.ch, blv.admin.ch, eigene Besuche Juli 2026. Euro gerechnet mit 1 CHF = 1,08 € (Oktober 2026).
- Wie hundefreundlich ist das Berner Oberland?
- Einreise in die Schweiz mit Hund
- Zug, Postauto und Schiff mit Hund
- Bergbahnen: was der Hund kostet
- Welche Schluchten erlauben Hunde?
- Seen und Badeplätze für Hunde
- Restaurants und Unterkunft
- Regeln auf Wanderwegen und Weiden
- Hitze, Gitterroste und kaltes Wasser
- Unsere Woche mit Miley
- Unsere Tipps
- Häufige Fragen
Wie hundefreundlich ist das Berner Oberland?
Sehr. In einer ganzen Woche war Miley in jeder Bahn, jedem Zug und jedem Schiff willkommen, die wir genommen haben, in zwei von drei besuchten Schluchten, in den Restaurants auf dem Schilthorn und in jedem See, in dem wir gebadet haben. Abgewiesen wurden wir nur bei den Trümmelbachfällen, und das stand deutlich angeschrieben.
Was uns aus Deutschland kommend am meisten aufgefallen ist: Hunde gehören hier einfach dazu. Auf der Walenrain-Wiese in Spiez gibt es statt eines Hundeverbots einen eigenen Bereich für Leute mit Hund. Auf dem Schilthorn fahren Hunde gratis und dürfen sogar ins Drehrestaurant. Die Regeln, die es gibt, drehen sich um Wildtiere, Kühe und Sicherheit, und sie sind klar: Leine in Bahnen und auf Schiffen, Leine in Jagdbanngebieten und auf Alpweiden, keine Hunde in Freibädern.
Ins Geld geht es kaum. In der ganzen Woche haben wir nur auf zwei Bergausflügen ein Hundebillett gezahlt: CHF 8 am Oeschinensee und den Hundetarif der Luftseilbahn ab Sörenberg aufs Rothorn. Alles andere, vom Schilthorn bis zu beiden Schluchten, war für Miley gratis. Für einen Schweiz-Urlaub mit Hund ist das eine gute Bilanz.

Einreise in die Schweiz mit Hund
Für die Einreise aus einem EU-Land braucht dein Hund laut Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) einen Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung und einen EU-Heimtierausweis. Hunde mit kupierten Ohren oder Ruten dürfen nicht eingeführt werden.
- Zuerst der Chip: Der Mikrochip muss vor der Tollwutimpfung gesetzt sein.
- Tollwutimpfung: ab 12 Wochen möglich, gültig 21 Tage nach der Erstimpfung.
- Welpen: Unter 16 Wochen braucht es eine besondere Erklärung des Halters, wenn die Impfung noch nicht abgeschlossen ist.
- Aus Nicht-EU-Ländern: Je nach Tollwutrisiko des Herkunftslandes kommen Zeugnis, Antikörpertest, Wartezeiten oder eine Bewilligung dazu, und das Tier muss am roten Zollausgang gezeigt werden. Prüf den Reise-Check des BLV rechtzeitig.
Wir sind aus Süddeutschland mit Miley auf der Rückbank angereist, den EU-Heimtierausweis im Handschuhfach. Er muss für die ganze Reise gültig sein, also vor der Abfahrt die Impfung prüfen. Wer die Reise mit dem Auto plant, findet Vignette, Pässe und Parken im Ratgeber Autofahren in der Schweiz, und ein Mietwagen mit Platz für die Hundebox macht vieles einfacher .
Zug, Postauto und Schiff mit Hund
Hunde fahren in Schweizer Zügen, Postautos und auf den Seeschiffen mit, wenn sie ein Billett haben; Hunde bis 30 cm Schulterhöhe reisen gratis in einem Behälter. Für größere Hunde ist die Hunde-Tageskarte der SBB am einfachsten: CHF 25 (ca. 27 €), ab 13. Dezember 2026 CHF 27.
- Hunde-Tageskarte: gilt einen Kalendertag in Zügen, auf Schiffen, im Postauto und in den meisten Stadtbussen und Trams, in der 1. und 2. Klasse. Du brauchst selbst ein gültiges Billett. Kaufen kannst du sie in der App SBB Mobile, online oder am Automaten.
- Wohin mit dem Hund: auf den Boden unter den Sitz, nicht in den Gang.
- BLS-Schiffe auf Thuner- und Brienzersee: Hunde unter 30 cm gratis, größere brauchen ein Hundebillett; die Hunde-Tageskarte gilt auf den Kursschiffen. Auf dem Raddampfer Lötschberg halte den Hund vom Schaufelrad fern.
- Kleine Bergbahnen: Die Zentralbahn zurück von der Aareschlucht und die Bahn von der Grütschalp nach Mürren folgen den normalen ÖV-Regeln für Hunde.
- Pässe: Dein Swiss Travel Pass oder Berner Oberland Pass schließt den Hund nicht ein. Er braucht ein eigenes Billett oder die Tageskarte.
Wir waren die ganze Woche mit dem Auto unterwegs, mit Hund die entspanntere Variante: keine vollen Züge zur Stoßzeit und das Hundebett im Kofferraum. Lass den Hund im Juli aber nie im Auto, in der Sonne heizt es sich in wenigen Minuten auf.

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Bergbahnen mit Hund: was der Hund kostet
In allen Bergbahnen, die wir im Berner Oberland genommen haben, durfte Miley mit. Die Schilthornbahn ist für Hunde gratis, die Gondel zum Oeschinensee kostet CHF 8 pro Tag, die Dampfbahn aufs Rothorn CHF 10 und die Luftseilbahn ab Sörenberg CHF 6 einfach oder CHF 12 retour.
Schilthorn und Mürren: Hunde fahren gratis
Im ganzen Netz der Schilthornbahn fahren Hunde an der Leine gratis, auch in der neuen Direktbahn von Stechelberg nach Mürren, und die Standseilbahn aufs Allmendhubel in Mürren ebenfalls. In die Restaurants dürfen Hunde auch, sogar ins Drehrestaurant Piz Gloria. Miley war am 9. Juli den ganzen Tag dabei: auf dem Gipfel, auf dem Grat, auf der Birg und auf der Wanderung zum Grauseeli.
- Zu Stoßzeiten sind die Kabinen voll. Stell dich mit dem Hund ans Fenster und meide den ersten Ansturm am Morgen, wenn dein Hund nervös ist.
- Teile des Gipfels und der ganze Skyline Walk auf der Birg haben Gitterrostböden. Manche Hunde gehen darüber nicht.
- Der Thrill Walk unterhalb der Birg mit Glasboden, Netz und Kriechtunnel ist nichts für Hunde.
- In Mürren gehört der Hund an die Leine: Die Elektrofahrzeuge im autofreien Dorf sind fast lautlos.

Preise, Fahrplan und unseren ganzen Tag findest du im Schilthorn-Guide, das Dorf im Guide zu Mürren.
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Preise & Verfügbarkeit prüfenGeführter Halbtagesausflug mit Transfer ab Interlaken. Praktisch, wenn du ohne Auto reist.
Preise & Verfügbarkeit prüfenTicket über Viator. Prüf vor dem Buchen, welche Strecke enthalten ist: Die offizielle Retourfahrt ab Stechelberg kostet CHF 115.
Preise & Verfügbarkeit prüfenFür alle mit Standort Luzern, die das Berner Oberland an einem Tag sehen wollen.
Preise & Verfügbarkeit prüfenOeschinensee: CHF 8 und strenge Leinenpflicht
Die Gondelbahn ab Kandersteg verlangt CHF 8 pro Hund und Tag (ca. 8,60 €), die Hunde-Tageskarte der SBB wird anerkannt. Füg das Hundebillett im Onlineshop gleich bei der Buchung des Zeitfensters hinzu. Im ganzen Gebiet gilt Leinenpflicht, streng in Wildruhezonen und während der Weidezeit, also den ganzen Sommer. Auf dem Weg zum See gehst du mitten durch die Weiden. Der Betreiber weist darauf hin, dass Kühe Hunde als Raubtiere sehen: Hund nah bei dir, ruhig an der Herde vorbei. Es gibt auch Schlangen, darunter giftige, also auf den Wegen bleiben. Alles Weitere im Reiseführer zum Oeschinensee.

Brienzer Rothorn: Dampfbahn oder Seilbahn?
Mit Hund nimmst du besser die Luftseilbahn ab Sörenberg. Sie kostet für Hunde ab 30 cm CHF 6 einfach oder CHF 12 retour, die Fahrt dauert rund 7 Minuten, und Miley hatte genug Platz am Fenster. Die historische Dampfbahn ab Brienz verlangt CHF 10 pro Hund, verkauft nur am Schalter in Brienz, und die Bahn warnt selbst, dass Rauch und Lärm Hunde stressen können. Fährst du trotzdem, setz dich möglichst weit weg von der Lok. Oben hat der Felsentunnel einen Gitterrostboden, und der Gratweg zum Gipfelkreuz fällt auf beiden Seiten steil ab: Leine kurz. Im Berghaus Rothorn Kulm übernachten Hunde gratis. Mehr dazu im Guide Brienzer Rothorn ab Sörenberg.

Niesen und Reichenbachfall
Diese beiden Bahnen sind wir nicht selbst gefahren, deshalb hier nur die Angaben der Betreiber. Die Niesenbahn ab Mülenen bei Spiez nimmt Hunde für CHF 10 für die ganze Fahrt mit. Auch die Reichenbachfall-Bahn bei Meiringen befördert Hunde; Hunde ab 30 cm zahlen den Kindertarif (CHF 10 retour). Die Saison 2026 ist vorbei, die nächste ist vom 1. Mai bis 3. Oktober 2027 geplant.
Welche Schluchten erlauben Hunde?
Die Aareschlucht und die Gletscherschlucht Rosenlaui erlauben Hunde an der Leine, beide gratis. In die Trümmelbachfälle dürfen Hunde gar nicht. Der Staubbachfall ist frei zugänglich und auch mit Hund kein Problem, nur der Weg zur Galerie ist eng.
Aareschlucht: gratis, kühl, feste Böden
In der Aareschlucht zwischen Meiringen und Innertkirchen sind Hunde an der kurzen Leine willkommen und gratis. Die Stege bestehen aus Holzplanken, Beton und Asphalt; durchsichtige Gitterroste sind uns auf der ganzen Strecke nicht aufgefallen. Miley war am 10. Juli zweimal mit drin, morgens und abends nach 21 Uhr bei der Beleuchtung, ohne jedes Problem. In den Engstellen ist der Fluss sehr laut, ein nervöser Hund braucht vielleicht einen Moment, und die beleuchteten Tunnels sind eine willkommene Pause. In der Schlucht ist es viel kühler als draußen, ideal an heißen Tagen. Preise und Abenddaten stehen im Guide zur Aareschlucht.

Gletscherschlucht Rosenlaui: gratis, aber steil
In Rosenlaui kommen Hunde gratis hinein und bleiben an der Leine, weil das Gebiet im eidgenössischen Jagdbanngebiet Schwarzhorn liegt. Gitterroste gibt es keine, dafür über 200 Stufen, teils steil und nass. Miley hat das am 5. Juli locker geschafft, einen sehr kleinen oder alten Hund musst du auf den Treppen vielleicht tragen. Am oberen Ausgang steht ein Drehkreuz: Die meisten Hunde kriechen darunter durch, sonst geht es durch die Schlucht zurück. Danach ist die Reichenbach auf den Wiesen unterhalb von Rosenlaui ideal zum Abkühlen, aber nur am ruhigen Rand, die Strömung ist stark und das Wasser eiskalt. Das Hotel Rosenlaui nimmt übrigens keine Haustiere zum Übernachten. Mehr im Guide zu Rosenlaui.
Trümmelbachfälle: keine Hunde
Die Trümmelbachfälle im Lauterbrunnental lassen aus Sicherheitsgründen keine Hunde und keine Kinder unter 4 Jahren hinein, ein Schild am Eingang sagt es deutlich. Das war auf der ganzen Reise der einzige Ort, an dem Miley nicht mit durfte. Reist du mit Hund, plane den Besuch so, dass jemand draußen bleiben kann, oder lass die Fälle aus und lauf stattdessen über den Talboden. Den Rest erklärt unser Guide zu den Trümmelbachfällen.

Staubbachfall: gratis und unkompliziert
Am Staubbachfall in Lauterbrunnen gibt es weder Billett noch Drehkreuz, mit Hund also kein Thema. Im Dorf und auf den Treppen zur Galerie gehört der Hund an die Leine, die Stufen sind eng und vom Sprühnebel nass. Für Miley war nicht der Wasserfall das Highlight, sondern der Steinbrunnen neben der Kirche, in den unser Hund am 6. Juli sofort hineinstieg. Details im Guide zum Staubbachfall. Wie alle Schluchten und Wasserfälle im Vergleich abschneiden, zeigt unser Überblick Schluchten und Wasserfälle im Berner Oberland.
Eintrittsbillett vom Restaurantbetreiber am Eingang West, mit Glace und kleinem Food-Geschenk. Gültig 1 Tag.
Preise & Verfügbarkeit prüfen5-stündige Morgentour ab Interlaken mit Grimselpass und Halt an der Aareschlucht. Eintritt (CHF 13) nicht inbegriffen.
Preise & Verfügbarkeit prüfen9-stündige Kleingruppentour (max. 6) mit Reichenbachfall-Bahn, Gelmerbahn und Brienz. Die Aareschlucht ist ein optionaler Halt gegen Aufpreis.
Preise & Verfügbarkeit prüfenPrivate 7-Stunden-Tour mit Abholung in Interlaken, Eintritt Aareschlucht inbegriffen, dazu Iseltwald.
Preise & Verfügbarkeit prüfenSeen und Badeplätze für Hunde
Dein Hund kann an fast jedem öffentlichen Seeufer im Berner Oberland baden, in den Strandbädern aber meist nicht, denn in Schweizer Freibäder dürfen Hunde in der Regel nicht. Unsere drei Lieblingsplätze waren Wycheley bei Brienz, die Walenrain-Wiese in Spiez mit eigenem Hundebereich und der Oeschinensee.
- Wycheley, Brienzersee: Gratis-Kiesstrand an der Adresse Wycheley Süd 900, 3855 Brienz, mit flachem Einstieg und wenig Leuten. Miley schwamm hier am 6. und 10. Juli und holte im klaren Flachwasser den Ball wieder und wieder.
- Walenrain, Spiez: Die Gratis-Wiese neben Schloss Spiez hat einen eigenen Bereich für Leute mit Hund. Halte dich an die Schilder, damit jede Gruppe in ihrem Teil bleibt. Im Schlosspark sind Hunde an der Leine erlaubt, im Schlosscafé auch, im Museum nicht.
- Iseltwald: Meide den vollen Steg und die Liegewiese des Strandbads. Am Ufer entlang der Bucht kommt dein Hund leicht ins Wasser.
- Oeschinensee: Hunde dürfen an den Stränden schwimmen; Miley war morgens und nachmittags beim Bootssteg im Wasser.
- Grauseeli: der Bergsee unterhalb der Birg, eiskalt und fast menschenleer. Für Miley der schönste Teil des Schilthorn-Tages.

Wassertemperaturen, Parken und die beste Zeit für jeden See findest du in unserem Ratgeber Die schönsten Seen im Berner Oberland und wo man baden kann, den See rund um unsere Unterkunft im Guide zum Brienzersee.

Restaurants und Unterkunft mit Hund
Restaurants im Berner Oberland lassen ruhige Hunde in der Regel hinein, auf dem Schilthorn heißt der Betreiber sie ausdrücklich willkommen. Bei der Unterkunft filterst du beim Buchen nach Haustieren: Viele Ferienwohnungen und Hotels nehmen Hunde, manche, wie das historische Hotel Rosenlaui, nicht.
- Schilthorn: Hunde in den Restaurants erlaubt, auch im Drehrestaurant Piz Gloria.
- Schloss Spiez: Hunde im Café willkommen, nicht im Museum.
- Berghaus Rothorn Kulm: Hunde übernachten im Berghotel auf dem Brienzer Rothorn gratis.
- Hotel Rosenlaui: keine Haustiere über Nacht, zum Mittagessen auf der Terrasse aber kein Problem.
Wir hatten eine Ferienwohnung in Brienz, und für eine Woche mit Hund war das ideal: ruhige Gassen für die Abendrunde, eine lange flache Promenade, Brunnen mit frischem Wasser und Wycheley ein paar Minuten entfernt. Suchst du selbst eine hundefreundliche Unterkunft, sind Brienz, Interlaken und Lauterbrunnen gute Standorte . Mehr zum Dorf im Guide zu Brienz.

Regeln auf Wanderwegen und Weiden
Eine einheitliche Leinenpflicht für die ganze Region gibt es nicht, die Regeln werden lokal festgelegt und stehen auf Tafeln an den Wegen. In der Praxis gilt: Leine in allen Bahnen und auf Schiffen, in Jagdbanngebieten, auf Alpweiden mit Vieh und überall, wo ein Schild es verlangt.
- Jagdbanngebiete und Wildruhezonen: In Rosenlaui (Jagdbanngebiet Schwarzhorn) und rund um den Oeschinensee ist die Leine Pflicht.
- Kühe: Im Sommer weiden die Herden direkt neben den Wegen. Hund nah und ruhig führen, nie auf Vieh hetzen lassen. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) rät eindeutig: Hund an der Leine, und nur wenn Kühe ihn angreifen, Leine loslassen. Dein Hund ist schneller als du.
- Hundekot: einsammeln und in die Eimer. Am Oeschinensee gibt es Abfallstationen an Tal- und Bergstation und am Hauptweg.
- Bergwege: Die weiß-rot-weißen Wege sind stellenweise steinig und steil und brauchen einen fitten, trittsicheren Hund. Der Gratweg am Rothorn und der Weg zum Grauseeli fallen steil ab.
- Freibäder: In Schweizer Freibädern sind Hunde in der Regel nicht erlaubt.

Hitze, Gitterroste und kaltes Wasser
Im Sommer zählen für deinen Hund vor allem drei Dinge: Hitze, Gitterroste und eiskaltes Wasser. Im Juli werden Talböden und Kiesstrände am Nachmittag heiß, mehrere Aussichtspunkte haben durchsichtige Metallgitter, und Bergseen und Bäche kommen direkt vom Gletscher.
- Hitze: morgens und am späten Nachmittag laufen. Der Talboden im Lauterbrunnental hat wenig Schatten, die Schluchten bleiben auch bei Hitze kühl.
- Wasser: Wasser und Napf mitnehmen. Die Steinbrunnen in Brienz und Lauterbrunnen haben fließendes Wasser, Miley hat sie dankbar genutzt.
- Gitterroste: auf dem Schilthorngipfel, am Skyline Walk auf der Birg und im Felsentunnel am Rothorn. Nicht in der Aareschlucht und nicht in Rosenlaui.
- Kaltes Wasser und Strömung: Lass deinen Hund an ruhigen Stellen schwimmen. Reichenbach und Lütschine sind im Sommer stark, Grauseeli und Oeschinensee kalt.
- Lärm: Die Schluchten sind laut, die Dampfbahn aufs Rothorn bringt noch Rauch dazu. Beobachte, wie dein Hund reagiert.

Unsere Woche mit Miley, Tag für Tag
So sah unsere Woche aus Mileys Sicht aus. Jeden Tag gab es mindestens einen Badeplatz und nur einen einzigen Halt, an dem unser Hund draußen bleiben musste.
- 4. Juli: Ankunft in Brienz, Abendrunde durch die Brunngasse zum See, Bad im Dorfbrunnen.
- 5. Juli: morgens Gletscherschlucht Rosenlaui, Picknick und Bad in der Reichenbach unter dem Wellhorn.
- 6. Juli: Trümmelbachfälle ohne Miley, dann Lauterbrunnen mit Kirchenbrunnen und Staubbachfall, abends Wycheley.
- 7. Juli: Oeschinensee mit zwei Bädern, danach der Walenrain in Spiez.
- 8. Juli: Brienzer Rothorn mit der Luftseilbahn ab Sörenberg, Felsentunnel und Grat.
- 9. Juli: Schilthorn, Birg und Grauseeli, abends Mürren, wo Miley mitten in der Gasse auf eine Katze traf und beide beschlossen, dass die Straße breit genug ist.
- 10. Juli: morgens Aareschlucht, mittags Iseltwald, abends Wycheley und nachts die beleuchtete Schlucht.
Willst du eine ähnliche Woche planen, findest du die Tage in unserer Berner Oberland Rundreise, und die ganze Reise auf Swiss Detours.

Unsere Tipps fürs Berner Oberland mit Hund
- Hundebillett am richtigen Ort kaufen. Die Rothorn-Dampfbahn verkauft es nur am Schalter in Brienz, am Oeschinensee buchst du den Hund online mit.
- Hunde-Tageskarte nutzen an Tagen mit mehreren Zügen, Postautos oder Schiffen. Sie rechnet sich schnell.
- Seilbahn statt Dampfbahn, wenn dein Hund Lärm und Rauch nicht mag.
- Trümmelbachfälle um den Hund herum planen oder auslassen und über den Talboden spazieren.
- Schluchten an heißen Tagen. Aareschlucht und Rosenlaui sind kühl und hundefreundlich.
- Handtuch und Napf einpacken. Wasser gibt es jeden Tag.
- Heimtierausweis auf jeden Ausflug mitnehmen.

Noch bei der Planung? In unseren Gut-zu-wissen-Ratgebern findest du eSIM und mobiles Internet in der Schweiz, den Weg vom Flughafen Zürich nach Interlaken, ob sich der Swiss Travel Pass lohnt und Gepäckaufbewahrung, dazu alles Weitere unter Gut zu wissen vor der Reise.
Häufige Fragen zur Schweiz mit Hund
Dürfen Hunde in der Schweiz mit der Seilbahn fahren?
Ja, in allen Bahnen, die wir im Berner Oberland genommen haben. Auf der Schilthornbahn fahren Hunde gratis, die Gondel zum Oeschinensee kostet CHF 8 pro Tag, die Luftseilbahn ab Sörenberg aufs Rothorn CHF 6 einfach oder CHF 12 retour.
Braucht ein Hund im Zug ein Billett?
Hunde bis 30 cm Schulterhöhe fahren gratis im Behälter. Größere Hunde brauchen ein Billett; die Hunde-Tageskarte der SBB kostet CHF 25, ab 13. Dezember 2026 CHF 27, und gilt auch im Postauto und auf den Seeschiffen.
Welche Schluchten im Berner Oberland erlauben Hunde?
Die Aareschlucht und die Gletscherschlucht Rosenlaui, beide gratis an der Leine. Der Staubbachfall ist frei zugänglich. In die Trümmelbachfälle dürfen Hunde nicht.
Dürfen Hunde in den Seen baden?
Ja, an öffentlichen Ufern wie Wycheley am Brienzersee, am Walenrain in Spiez, in Iseltwald und am Oeschinensee. In Strandbäder dürfen Hunde in der Regel nicht.
Was braucht mein Hund für die Einreise in die Schweiz?
Aus der EU: Mikrochip, gültige Tollwutimpfung und EU-Heimtierausweis. Hunde mit kupierten Ohren oder Ruten dürfen nicht eingeführt werden.
Dürfen Hunde ins Restaurant?
Meist ja, wenn sie ruhig sind. Auf dem Schilthorn sind Hunde in den Restaurants ausdrücklich erlaubt, auf Schloss Spiez im Café.
Brienzersee: Schiffe und Touren ansehen →
Ein Urlaub im Berner Oberland mit Hund ist einfacher als an den meisten Orten, die wir kennen. Fang mit den Seen an, unter schönste Seen Schweiz findest du alle Badeplätze, nimm an einem heißen Tag eine Schlucht dazu, fahr mit Hund gratis aufs Schilthorn und heb dir einen Abend für Wycheley auf. Alle Ziele stehen in unserem Berner-Oberland-Guide, unsere anderen Reisen auf Swiss Detours.
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